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Die 25 000 $ Methode



Vielleicht haben auch Sie mein aktuelles Webinar „Handel(n) in Krisenzeiten“ schon gesehen. Eines meiner wichtigsten Themen ist, dass man sich in Krisen nur um die absolut wichtigsten Dinge kümmern muss und alles andere wird erst einmal zurückgestellt.


In meinem Webinar erzähle ich die wahre Geschichte von dem Jumbo Jet der United Airlines, das 1972 im Landeanflug auf Miami war. Der Kapitän stellte fest, dass die Anzeige zum Ausfahren des Fahrwerks nicht aufleuchtete. Der Bordingenieur ging daraufhin nach unten, um zu prüfen, ob das Fahrwerk tatsächlich nicht ausgefahren war, oder ob nur die Anzeige im Cockpit einen Defekt hatte.


In der Zwischenzeit kümmerte sich der Rest der Crew um alle Lämpchen im Cockpit. Sie stellten fest, dass das Lämpchen, dass die Funktionalität für das Fahrwerk anzeigte, ausgebrannt war. Während dieser Zeit bemerkte allerdings niemand, dass das Flugzeug an Höhe verlor.

Das Ergebnis: Am Ende ist das Flugzeug abgestürzt, nur weil die Crew die Hauptaufgabe, nämlich die sichere Landung des Flugzeugs sicherzustellen, aus den Augen verloren hatte. Jeder war mit etwas beschäftigt. Nur, das Wichtigste wurde leider übersehen.


Was heißt das für Sie als Unternehmer, als Führungskraft? Wenn wir uns jetzt nicht auf unser „Hauptziel“ fokussieren, dann kann Ihnen das Gleiche passieren. Das Unternehmen stürzt ab.

Nach dem Webinar bekam ich viele Anfragen, mit Fragen, welche Themen jetzt priorisiert werden müssen. Beispiele waren: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt einen einen neuer Lieferanten Shop zu installieren, weil jetzt gerade Zeit ist, für eine Kontaktaufnahme und die Planung, oder ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich mit einer neuen Buchhaltungssoftware zu beschäftigen, weil die Erfahrung der vergangenen Tage gezeigt hatte, dass die Auswertung, die man dringend zur Beantragung eines Kredits benötigt hätte, nicht auf Knopfdruck geliefert werden konnte.


Ich bin vollkommen bei Ihnen, solche Entscheidungen sind für ein Unternehmen wichtig. Es ist nur die Frage, wann es wichtig ist. Denken Sie an das Lämpchen. Ihr Ziel muss jetzt sein, alle vorhandenen Energien zu bündeln und den Fokus auf das wichtigste Ziel zu richten. Zu der Fragestellung, was ist das wichtigste Ziel, bin ich auf die 25.000 Dollar-Methode gestoßen.


Diese funktioniert wie folgt:

1. Schreiben Sie alle Aufgaben, die Sie priorisieren möchten, in eine einzige Liste.

2. Jetzt stellen Sie sich vor, Ihre Werkshalle brennt und Sie können noch genau eine Aufgabe von Ihrer Liste erledigen, bevor Sie die Firma verlassen müssen.

3. Erledigen Sie diese Aufgabe und streichen Sie sie von der Liste.

4. Wiederholen Sie das Vorgehen, bis Ihre Liste abgearbeitet ist.

In Krisenzeiten oder extremer Knappheit, wenn es nicht darum geht, eine komplette Liste zu priorisieren, sondern nur die eine (oder zwei) absolut drängendsten Aufgaben aus einer Liste zu identifizieren, funktioniert die 25.000 Dollar-Methode absolut zuverlässig. Wenn also die Deadline anklopft, und ich weiß bereits, dass von den 5 Dingen, die eigentlich noch bis zur Abgabe erledigt werden müssen, nur 1 oder 2 möglich sind, ist die 25.000 Dollar-Methode eine klare Empfehlung.


Die 25.000 Dollar-Methode zur Priorisierung von Aufgaben hat eine nette Entstehungsgeschichte, und gute Geschichten soll man immer erzählen.

Im Jahr 1918 suchte Charles M. Schwab, Gründer und CEO des US-Stahlproduzenten „Bethlehem Steel“ und einer der reichsten Männer der Welt, eine Methode zur Priorisierung seiner alltäglich langen Aufgabenliste.

Der Unternehmensberater (auch 1918 gab es schon Unternehmsberater😊) Irving Lee lieferte sie ihm, indem er seinem Auftraggeber die oben genannten Handlungsempfehlungen für sich und seinen Führungsstab gab. Lee hatte für seine Entwicklung keinen konkreten Preis genannt, sondern Schwab aufgefordert, so viel zu zahlen, wie ihm die Methode wert erschien. Schwab war begeistert und zahlte die damals unglaubliche Summe von 25.000 Dollar, daher der Name. Heute entspräche dies übrigens über 400.000 Euro – ein Stundenlohn zum Träumen, nicht nur in dieser Krisenzeit. (Sollte mal über meine Tagessätze nachdenken 😊 natürlich nach der Krise)


Sollten Sie mehr wissen wollen zum Thema Prioritäten und was ist jetzt das Wichtigste, was ich in der Krise tun kann, dann lade ich Sie ein, an meinem kostenlosen Webniar „Handel(n) in Krisenzeiten teilzunehmen.

Aufgrund der vielen Anfragen habe ich noch einen zusätzlichen Termin festgelegt. Hier kommen Sie zum Anmeldeformular. Und sollten Sie jemanden kennen, für den dieses Seminar auch hilfreich sein könnte, dann bitte weiterleiten. Sei es in Ihrem Unternehmen, oder auch andere Kollegen, Ihr Zahnarzt, Ihr Gemüsehändler etc.



In der heutigen Zeit finde ich es extrem wichtig, dass man das, was man weiß einfach weiterzugeben, damit wir alle gemeinsam diese Krise packen.

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